Überwintern in Spanien
12.01. bis 03.03.2025
Sonntag, 12.01.2025 – Aire Camping-Car Park in Saint-Vulbas, Frankreich
Endlich ist es soweit. Nach gefühlt 4 Wochen Nebel in Deutschland, starten wir an diesem sonnigen Sonntag gegen 10:00 Uhr Richtung Süden. Diesmal fahren wir nicht über Mülhausen, sondern nehmen den etwas kürzeren Weg der durch Frankreich führt und peilen Lyon an. Hier müssen wir zwar doch einiges an Maut mehr bezahlen aber wie gesagt, wir sparen Zeit.
Am späten Nachmittag fahren wir einen Stellplatz von Camping Aire-Park an, die wirklich immer sehr gut und preiswert sind, aber leider funktionieren die Stromsäulen nicht. Da wir etwas sparsam mit unserem Gas umgehen und zum Heizen bei der Anreise lieber unseren Heizlüfter zum Einsatz bringen möchten, geht es weiter zum nächsten Stellplatz. Dieser liegt in dem kleinen Ort Saint-Vulbas. Als wir dort ankommen, ist die Sonne schon untergegangen und es wird wieder empfindlich kalt.
Erster Stellplatz in Beaufort-Orbagna
Fazit zum ersten Wohnmobilstellplatz in Beaufort-Orbagna:
Dieser Stellplatz von Camping Car-Park bietet Platz für 14 Wohnmobile und ist das ganz Jahr geöffnet. Die einzelnen Bereiche sind durch kleine Sträucher getrennt. Ver- und Entsorgung direkt vor
Ort, ebenso sind Stromsäulen vorhanden. Bei unserer Ankunft funktionierte leider die Stromversorgung nicht, daher sind wir weitergefahren.
Zweiter Stellplatz – Aire Camping-Park in Saint-Vulbas
Fazit zum Wohnmobilstellplatz in Saint-Vulbas:
Ebenfalls ein Stellplatz von Camping Car-Park. Es gibt 10 Stellplätze, abgetrennt durch Hecken. Der Stellplatz ist ganzjährig geöffnet. Ver- und Entsorgung vor Ort, Stromsäulen vorhanden. Im
Preis von Camping Car-Park sind diese Kosten grundsätzlich mit enthalten. In der Nacht sehr ruhig. Da wir so spät angekommen sind, waren wir nicht mehr im Ort. Dort soll es aber einen Bäcker in
unmittelbarer Nähe geben, ebenso wie einen Lebensmittelladen und ein Restaurant.
Montag, 13.01.2025 – Cases-de-Pene, Frankreich
Wir haben super geschlafen. Die Nacht war ruhig und kalt. Aber in unserem Wohnmobil haben wir uns schön eingekuschelt und von der Kälte dort draußen nichts mitbekommen. Wir machen unser Wohnmobil noch startklar, Ver- und Entsorgung gibt es ja direkt auf dem Platz, und fahren bei strahlendem Sonnenschein weiter Richtung Spanien.
Kurz vor der spanische Grenze steuern wir erneut einen Aire Camping-Car Stellplatz für eine weiter Übernachtung an. Diesmal landen wir in Cases-de-Pene. Die Sonne ist zwar immer noch da, aber es ist trotzdem empfindlich kalt, vor allem weht ein eisiger Wind. Somit sehen wir uns auch diesen Ort nicht an, sondern machen es uns wieder einmal im Wohnmobil für eine weitere Nacht gemütlich.
Fazit zum Wohnmobilstellplatz in Cases-de-Pene
21 Plätze stehen auf geschottertem Untergrund zur Verfügung, auch für größere Wohnmobile geeignet. Ver- und Entsorgung sowie Strom vorhanden. Nachts war es ruhig, das Umfeld ist nicht sehr
attraktiv aber für eine Übernachtung sehr gut geeignet.
Dienstag, 14.01.2025 – Sant Jorge – Spätzle Fritz, Spanien
Endlich passieren wir die Grenze nach Spanien. Bis zu unserem gebuchten Campingplatz ist es nicht mehr weit, aber wir haben bis dahin noch ein paar Tage Zeit und so übernachten wir auch endlich mal beim bekannten Spätzle-Fritz. Dieser ist in aller Munde und nun müssen wir uns mal selbst ein Bild von diesem Hype machen.
Bei herrlichem Sonnenschein bekommen wir vom Platzwart einen Stellplatz zugewiesen und stehen eng bei eng. Aber die Nachbarn sind nett und wir führen gleich ein paar interessante Gespräche. Für den Abend haben wir uns vorgenommen, das gelobte Restaurant auszuprobieren. Als wir dieses um kurz nach 17 Uhr betreten, sind schon alle Tische belegt. Also fragen wir ein Paar welches bereits zu Ende gespeist hat, ob wir uns dazusetzten dürfen. Nun haben wir den Tisch für uns alleine - aber nur für eine kurze Zeit. Ein anderes Ehepaar schaut auch nach einem freien Tisch, gesellt sich dann zu uns und wir befinden uns in äußerst netter Gesellschaft. Und was soll ich sagen, an dem Essen gab es nichts auszusetzen, es war sehr lecker.
Fazit zum Wohnmobilstellplatz beim Spätzle Fritz:
Dieser rein geschotterte Platz ohne Abgrenzung kann 50 Wohnmobile beherbergen. Er ist das ganze Jahr geöffnet, hat eine Ver- und Entsorgungsstation und Stromsäulen. Da er sehr gefragt ist, steht
man auch sehr eng. Die Toilettenanlage ist ordentlich und sauber, aber es gibt nur kaltes Wasser. Die Dusche war verschlossen, so dass wir diese nicht besichtigen konnten. In der Nacht war die
Straße wenig, am Morgen aber viel befahren und gut zu hören. Das Restaurant ist ganz nett und war bei unserem Aufenthalt komplett überfüllt. Das Essen war lecker, aber nichts Außergewöhnliches.
Für eine Übernachtung ist der Platz sehr gut geeignet.
Mittwoch, 15.01.2025 – Castellón de la Plana
Hier in Castellón de la Plana soll es ein riesiges Einkaufszentrum geben und einen Stellplatz, der sich direkt gegenüber befindet. Daher steuern wir diese Stadt an. Kurz vor dem Campingplatz finden wir noch eine Tankstelle mit einem super Preis für Diesel und zwar für nur 1,28 € pro Liter. Da machen wir dann doch ganz schnell den Tank voll bis obenhin.
Der Platz selbst macht zunächst nicht gerade einen guten Eindruck, aber es stehen schon ein paar Wohnmobile dort, so dass wir uns entscheiden zu bleiben. Wir zahlen also den Übernachtungspreis in Höhe von 15 Euro, parken ein und müssen nur über die Straße gehen, um in das wirklich sehr große Einkaufszentrum zu gelangen, welches sich über drei Etagen erstreckt.
Nachdem wir eine ganze Weile durch die Läden gebummelt sind und natürlich auch etwas Nettes gefunden haben, entscheiden wir uns für eines der insgesamt 20 Restaurants und essen bei einem Italiener sehr gut zu Abend, bevor wir wieder zurück zum Wohnmobilplatz gehen, der sich zwischenzeitlich weiter gefüllt hat.
Fazit zum Wohnmobilstellplatz in Castellón:
Ein sehr großer Platz. Die Stellflächen sind eingezeichnet. Bei unserem Aufenthalt gab es noch keinen Strom, soll aber bald kommen. Ebenso gibt es eine Ver- und Entsorgung. Man kann sogar sein
Fahrzeug waschen. Es gibt zwar auch einen Sanitärcontainer, der ist jedoch ziemlich primitiv, eiskalt zu dieser Jahreszeit und erfüllt nur gerade seinen Zweck. Die vorhandene Waschmaschine und
den Trockner hätte ich nicht benutzt. Was den Platz jedoch attraktiv macht, ist die absolute Nähe zu dem riesigen Einkaufszentrum „La Plana“ und für Hundebesitzer der große angrenzende Park für
die Gassi-Runde. Da der Platz mitten in der Stadt liegt, ist mit entsprechendem Straßenlärm zu rechnen.
Donnerstag, 16.01.2025 – La Torre D’En Doménec
Wir müssen noch eine weitere Nacht überbrücken, bis uns der reservierter Platz in dem Bravoplaya Camping Resort zur Verfügung steht. Dazu fahren wir ein Stückchen
in die Berge und kommen zu dem kleinen Dorf La Torre D’En Doménec.
Zunächst stehen wir so, dass wir einen herrlich Blick in die Bergwelt haben. Da der Wind jedoch wirklich äußerst kalt ist, stellen wir unser Wohnmobil um und zwar
vor die örtlich Halle des Bauhofes, wo uns der Wind nicht ganz so schlimm erwischt. Anschließend ziehen wir uns warm an - denn ein eisiger Wind weht durchs Land - und machen uns auf, den kleinen
Ort zu erkunden. Im Rathaus erhalten wir dann den sogenannten Token und kommen bei unserem Rundgang auch noch an dem Vereinsrestaurant vorbei, wo wir auf der windgeschützten Terrasse einen Kaffee
trinken.
Kaum sind wir wieder an unserem Wohnmobil, fängt es leider fürchterlich an zu regnen und hört auch die ganze Nacht nicht mehr auf.
Fazit zum Wohnmobilstellplatz in La Torre D’En Doménec:
Der Ort stellt 8 kostenfreie Stellplätze zur Verfügung. Um Strom zu beziehen, muss man sogenannte Token erstehen. Diese gibt es im Rathaus oder dem kleinen Restaurant an der Sportanlage.
Allerdings ist der Strombezug recht teuer. Gut wenn man keinen benötigt. Auch eine Ver- Entsorgungsstation ist vorhanden. Der Ort ist zu Fuß in ein paar Minuten erreichbar. Das Einzige Manko
dieses Platzes ist, dass spät abends LKW-Fahrer die wohl im Ort wohnen, diesen als Abstellfläche für Ihr Fahrzeug missbrauchen und morgens um 06: 00 Uhr diese warmlaufen lassen. Das ist sehr
störend und sollte verboten werden. Außerdem wird die direkt am Platz liegende Halle vom örtlichen Bauhof genutzt und daher auch oft angefahren. Trotzdem vielen Dank an die Gemeinde für die zur
Verfügungstellung kostenlosen Stellplätze.
Freitag, 17.01.2025 – Donnerstag, 06.02.2025 - Campingplatz Bravoplaya
Es regnet leider noch immer, als wir unser Frühstück beendet haben und durch die wunderschöne Landschaft zum Campingplatz fahren. Wie schön muss das erst bei
Sonnenschein sein.
Doch wir haben Glück, als wir auf dem Campingplatz ankommen, traut sich die Sonne hervor. Wir werden sehr freundlich empfangen, fahren zu unserem Platz und richten uns ein, bevor wir uns auf den Weg machen, unsere Bekannten zu besuchen.
Anschließend gehen wir gemeinsam zum Strand. Das Meer ist durch das unbeständige Wetter, dem vielen Regen und dem doch starken Wind sehr aufgewühlt. Wir nehmen zusammen noch einen Drink in der Blue House Bar, bevor wir uns wieder ins Wohnmobil zurückziehen.
Was wir alles so machen in den drei Wochen:
Zunächst einmal muss ich sagen, dass das Wetter in diesem Januar ziemlich durchwachsen ist. Es regnet öfter oder ist stark bewölkt und auch der Wind ist äußerst kalt. Kommt jedoch die Sonne zum Vorschein, so ist es schon im Januar wunderbar warm. Wir machen das Beste daraus und nehmen das Wetter wie es eben ist.
An den Samstagen gehen wir zum Beispiel immer mit den Freunden unserer Bekannten zum Boule-Spielen. Ich habe das noch nie gemacht, aber es macht wirklich Spaß und ich bin gar nicht mal so schlecht. Anschließend treffen wir uns alle zu einer gemütlichen Runde in der Blue-House-Bar.
Ein sehr schöner Spazierweg führt über einen Steg entlang des Meeres zu dem kleine Fischerort
La Torre de la Sal und darüber hinaus weiter in ein Naturschutzgebiet. Diesen Weg sind wir öfter gegangen. Mal war es ganz toll warm, mal brauchten wir halt eine
Jacke.
Es gab auch einen ganz schrecklichen Tag, an dem es fast ohne Unterbrechung regnete, so dass wir leider die ganze Zeit im Wohnmobil verbringen mussten. So haben wir uns ein wenig die Zeit mit „Kniffel“ vertrieben. Abends gingen wir dann zur Abwechselung zu einer Tanzveranstaltung, für die wir mit unseren Bekannten einen Tisch reserviert hatten. Die Musik war klasse und wir konnten ein wenig das Tanzbein schwingen und den Campern beim Line Dance zuschauen. Es war ein wirklich sehr netter Abend.
Während unseres dreiwöchigen Aufenthaltes auf diesem Campingplatz, unternahmen wir mit unseren Bekannten auch einem Ausflug nach Vilafamé. Ein toller kleiner Ort in
den Bergen mit einer Burg, die mit den Felsen zu verschmelzen scheint. Auf unserem Weg hinauf zur Burg erklommen wir viele Stufen und kamen dabei durch hübsche kleine verwinkelte
Gassen.
Anschließend fuhren wir weiter zu einer Ölmühle. Hier erstanden wir sehr schmackhaftes Öl, bevor wir Canabes erreichten, um dort in einem typisch spanischen Restaurant leckere Tapas zu essen. Gut gesättigt und mit vielen schönen Eindrücken im Gepäck, kamen wir wieder an unserem Campingplatz an.
Auch in Richtung Oropesa waren wir zu Fuß unterwegs. Das Wetter war super. Wir hatten 20 Grad und doch pfiff der Wind einem am Meer heftig um die Ohren. Trotzdem, es ist immer sehr schön, am Meer entlang zu laufen und die gute Luft zu atmen.
Nach gut 2 km verließen wir die Strandpromenade und gingen hinein in die Bebauung, doch fast alle Wohnungen scheinen über Winter leer zu sein und werden wohl nur im Sommer bewohnt.
Wir kamen bei unserem Spaziergang auch an einem großen Kram(China-)laden vorbei und durchstöberten dort die vielen Regale mit dem sehr breit gefächertem Angebot. Anschließen gingen wir in den gegenüber liegenden Mercadona einen Kaffee trinken, um danach den Rückweg anzutreten.
Ein weiterer Ausflug führt uns auf den Wochenmarkt in Benicàssim. Hier werden – wir üblich – viel Bekleidung sowie erntefrisches Obst und Gemüse angeboten. Wir waren so damit beschäftigt die Stände zu durchstöbern, dass ich total vergessen hatte, ein Foto zu machen.
Nachdem wir uns die angebotenen Waren dann endlich ausgiebig betrachtet hatten, fuhren wir etwas weiter zu einem italienischen Restaurant, um dort gemeinsam zu Mittag zu essen, bevor es wieder zurück zum Campingplatz ging.
Ein ganz besonderes Erlebnis war aber der Besuch der Sant Josep Grotte.
An einem sehr sonnigen und warmen Tag fuhren wir mit
unseren Bekannten nach La Vall d’Uiox, einer Gemeinde in der Provinz Castellón und besuchten dort den längsten schiffbaren unterirdischen Fluss des gesamten europäischen Kontinents.
Nachdem wir die Eintrittskarten erstanden hatten, ging es auch schon gleich los. Ein kurzes Stück zu Fuß und schon waren wir an den kleinen Booten angelangt. Diese
werden leise durch einen Bootsmann durch die beeindruckenden Felsformationen und über glasklares, blau-grün schillerndes Wasser gesteuert.
An einem bestimmten Punkt mussten wir aussteigen und gingen durch einen geschwungenen und oft sehr niedrigen Gang, bis wir wieder unser kleines Boot erreichten, um von dort langsam zum Ausgang zu gleiten aber nicht ohne einen weiteren Stopp einzulegen, jedoch blieben wir diesmal im Boot. Musik ertönte und die Grotte verstärkte diese durch eine spektakuläre Akustik. Dazu wurden die Wände und die Decke der Grotte mit verschiedenen Laserlichtern angestrahlt und verlieh so der ganzen Szene einen mystischen Touch. Das war ein wirklich beeindruckendes Erlebnis.
Es ist einfach schön aufzustehen und die Sonne strahlt vom tiefblauen Himmel. Daher nutzte ich diesen Tag, einmal komplett über den Platz zu schlendern und mir einen Eindruck zu verschaffen. Und weil das Wetter so schön war, ging ich anschließend mit meinem Mann noch ein wenig spazieren. In einem der drei Restaurants des Campingplatzes ruhten wir danach davon bei einem frischen Getränk aus.
Fazit zum Campingplatz Bravoplaya:
Ein sehr großer Platz der aus zwei Bereichen besteht. Die Parzellen sind unterschiedlich groß und jeweils durch Hecken getrennt. Auf dem Bereich der zum Meer liegt, gibt es am Platz leider kein
Wasser oder Auslaufbecken, beim Bereich zur Landseite hingegen gibt es dies an jedem Platz. Stromanschlüsse gibt jedoch überall. Sanitärgebäude sind mehrfach vorhanden und über den gesamten
Campingplatz verteilt. Man kann auch diverse Bungalows anmieten. Im Grunde gibt es alles, was man für einen erholsamen Urlaub benötigt. Ein großes Schwimmbad für den Sommeraufenthalt, ein
Indoor-Pool, diverse Restaurants, Lebensmittelladen, Waschmaschinen und Trockner, ein Autowaschplatz, Kinderspielplätze, Kinderbetreuung, Veranstaltungsräume, Tennisplätze, Minigolf,
Boule-Bahnen, Spanischsprachkurse, Line Dance und ganz viele weitere Animationsangebote gibt es das ganz Jahr über, so dass es einem nicht langweilig werden sollte.
Donnerstag, 06.02.2025 – Donnerstag, 27.02.2025 Camping Eden in Peñiscola
Heute sagen wir dem Campingplatz Bravoplaya Adios, lassen unsere Bekannten zurück, und fahren ca. 60 km in nördliche Richtung zur wunderschönen Stadt Peñiscola und auf den dortigen Campingplatz Eden. Hier waren wir schon ein paar Mal, aber die Stadt und auch der Campingplatz gefallen uns immer wieder sehr gut. Es ist schon fast wie Nachhause kommen.
Unseren Platz haben wir natürlich schon im Voraus gebucht, ebenso wie den in Bravoplaya. Leider muss man das inzwischen, denn die Plätze sind über den Winter doch sehr ausgebucht und wir wollten das Risiko nicht eingehen, keinen Platz mehr zu bekommen.
Wir verbringen hier in Peñiscola drei wundervolle Wochen bei sehr schönem Wetter aber auch stärkerer Bewölkung und haben wieder einmal viel erlebt. Peñiscola mit seiner wunderschönen Strandpromenade und der alten Festung sind immer wieder ein Besuch wert.
Natürlich haben wir auch wieder das Restaurant Pepe besucht,
waren zum Mittagessen in der Rojo Picota Vinoteca
und selbstverständlich auch ein paarmal im Restaurant Eden, in dem man günstig und sehr gut ein Dreigangmenü serviert bekommt und so haben wir zum Beispiel gegessen:
In diesem Jahr haben wir auch zum ersten Mal die ehemalige Templerburg aus dem 13. Jahrhundert, die auf der Landzunge von Peñsicola liegt, von Innen besichtigt. Der Papst Luna ließ die Festung dann im Jahre 1411 zu einem päpstlichen Palast mit Bibliothek umbauen.
Zunächst geht man durch die malerische Altstadt bis hinauf zum Burgeingang und dann hinein in die alten Gemäuer. Von dort oben hat man einen spektakulären Blick über die wunderschöne Bucht und den Hafen.
Der schön angelegte „Parque de Artillería“ unterhalb der Burg bietet Einblicke in die Verteidigungs- bereiche aber auch traumhafte Blicke aufs azurblaue Meer.
Ein herrliches Ausflugsziel ist auch Morella, die traumhafte mittelalterliche Bergstadt, die im Hinterland der valencianischen Mittelmeerküste auf knapp 1.000
Metern Höhe liegt.
Schon von weitem sieht man hoch oben die Burg über der Stadt thronen. Zunächst schlendern wir durch die urigen Gassen und finden ein ganz kleines Restaurant, in welches wir einkehren. So gestärkt nehmen wir den Aufstieg zur Burg in Angriff. Zunächst führt ein recht steiler Weg vorbei an der hoffentlich ehemaligen Stierkampfarena, dann über ein nachträglich angebrachtes Treppengerüst und weiter geht es über das alte Pflaster bis hinauf zur Burg. Um in den großen Innenraum der Anlage zu gelangen, hätten wir nochmals fast 200 Stufen hinaufgehen müssen. Das haben wir uns erspart und lieber den Blick über die traumhafte Bergwelt schweifen lassen, bevor wir langsam wieder den Weg zurück in die Altstadt in Angriff genommen haben.
Eine weitere Erkundungstour führt uns zu der beeindruckenden Felsenkirche „Santuario Mare de Deu de la Balma“. Schon von weitem sieht man die in eine massige Felswand eingebettete Kirche, von der nur die Außenfassade sichtbar ist. Wir machen einen kurzen Halt am Creu Corberta de la Balma, einem überdachten Kreuz. Von dort haben wir einen guten Blick auf die Kirche.
Über ein paar Treppenstufen gelangt man in mehrere Räume, wovon der größte als sogenannter Tanzsaal hervorsticht. Weiter führt der Weg teils am Felsen vorbei, teils muss man etwas gebückt sich einen Weg durch die Felsen bahnen, bevor man zum Eingang der eigentlichen Kirche kommt. Im Inneren der Kirche angelangt, herrscht eine wunderbare Atmosphäre der Ruhe und Stille.
Wir gehen zurück zum Ausgangspunkt und vorbei an dem Restaurant, welches ebenfalls in den Felsen hinein gebaut wurde und
fahren weiter zu dem kleinen, mitten in den Bergen liegenden Ort Vallibona mit seiner typisch ländlichen Architektur.
Da wir schon den ganzen Tag unterwegs sind, kehren wir in das Hostal Restaurant ein - wohl dem einzigen Restaurant des Ortes - und essen dort vorzüglich zu
Mittag.
Um wieder zum Campingplatz zu kommen, nehmen wir den Weg, der auf der anderen Seite des Ortes hinausführt. Von dort aus haben wir noch einmal einen tollen Blick auf diesen, bevor wir durch eine absolut beeindruckende und imposante Bergwelt fahren.
Die Felsenkirche „Santuario Mare de Deu de la Balma“.
Der schöne Ort Vallibona.
Ein letzter Ausflug führt uns in das Ebro-Delta, ein Naturschutzgebiet welches heute vielen Arten von Vögeln, Fischen, Amphibien und Flamingos eine Heimat bietet. Entstanden ist dies durch den Reisanbau, bei dem große Mengen an Süßwasser aus dem Fluss Ebro ins Delta geleitet wurden.
Leider haben wir heute nicht so viel Glück mit dem Wetter und halten uns daher nicht lange an dem weiten Sandstrand auf, auf dem man auch sein Fahrzeug parken darf.
Fazit zum Campingplatz Eden:
Ein sehr schöner Campingplatz mit Ver- und Entsorgung, sauberen Sanitärgebäuden, Schwimmbad, Strom an jedem Platz sowie ein Waschbecken und Frischwasser. Sehr gutes
Restaurant direkt am Campingplatz. Im hinteren Bereich gibt es einen großen Agility-Platz für die Hunde. Auslaufmöglichkeiten für die Gassi-Runde gibt es ebenfalls direkt hinter dem Platz. Die
Stellplätze sind sehr schön und durch Hecken getrennt, allerdings kann man auf manchen Parzellen schlecht einparken wegen der mitten im Stellplatz stehenden Bäume. Etwas störend ist das
Hundegebell in der Nacht von den Hunden der Einheimischen, die dann die jeweiligen Grundstücke bewachen.
Donnerstag, 27.02.2025 – Freitag, 28.02.2025 – Calafell
So ganz langsam begeben wir uns auf die Heimreise. Für unsere erste Übernachtung wählen wir den Stellplatz am Hafen in Calafell. Wir spazieren auf der unendlich weit erscheinenden Promenade mit Blick auf einen schönen Strand der Costa Daurada. In einem kleinen Restaurant ist auf der überdachten Terrasse noch ein Plätzchen frei und so gehen wir dort etwas essen, bevor es draußen doch wieder kühler wird.
Fazit zum Stellplatz:
Ein eingezäunter, betonierter Bereich am Yachthafen mit Platz für 12 Wohnmobile. Zugang über eine Schranke. Man muss anrufen, dann kommt der Hausmeister und öffnet
diese. Strom und Wasser liegen direkt am Platz. Man erhält einen Schlüssel für den Sanitärcontainer in dem es WC und Dusche gibt, jedoch sehr einfach gehalten. Ver- und Entsorgung ist ebenfalls
möglich. Direkter Zugang zum Strand und Restaurants gibt es in der unmittelbaren Nähe an der sehr langen Promenade. Am Abreisetag muss man wieder den Hausmeister anrufen, dann kommt er, man
bezahlt bei ihm und gibt den Schlüssel ab. Danach öffnet er die Schrankenanlage.
Freitag, 28.02.2025 – Samstag, 01.03.2025 – Besalú
Ein wenig abseits unserer direkten Strecke nach Deutschland liegt Besalú. Dieser Ort soll sehr schön sein und so planen wir einen Abstecher dort hin. Schon beim Anfahren sehen wir die traumhaftschöne Brücke, die den Fluss überspannt. In direkter Nähe gibt es einen großen Parkplatz, auf dem man mit dem Wohnmobile parken und auch übernachten darf.
Nachdem wir unser Fahrzeug abgestellt haben, müssen wir nur über die Straße und sind schon am Anfang der alten, sehr beeindruckenden Brücke, die dokumentarisch bereits im 11. Jahrhundert erwähnt wird. Wir schlendern über diese hinein in den süßen, uralten Ort. Hier gibt es zahlreihe Geschäfte mit Kunsthandwerk und örtlichen Produkten. Ebenfalls beeindruckend ist die Kirche Sant Vicenç, die urkundlich sogar bereits 977 erwähnt wurde.
Nach einer ausgiebigen Erkundungstour begeben wir uns auf den Weg zurück zum Wohnmobil, aber nicht, ohne im Restaurant Castell de Besalú einzukehren. In diesem Restaurant wird ein „All you can eat“-Buffet angeboten inklusiv aller Getränke und Kaffee zu einem wirklich fairen Preis von
21,80 Euro pro Person. Da wir recht zeitig dort sind, ist es zum Glück noch nicht so voll, aber ständig kommen mehr Personen, die das super Angebot nutzen und es
sind fast alles Spanier. Die wissen wo man gut und günstig essen kann. Absolut viel Auswahl an Gerichten gab es und es war sehr lecker.
Fazit zum Stellplatz in Besalú:
Es ist eigentlich ein normaler geschotteter Parkplatz auf dem auch Wohnmobile stehen dürfen. Angegeben werden 15 Stellplätze, jedoch ist nicht wirklich ersichtlich,
wo genau diese vorgesehen sind. Zugang bekommt man über eine Schranke und erhält ein Parkticket. Um Trinkwasser aufzufüllen oder für eine Stunde Strom aufzuladen, muss man sich im Tourismusbüro,
welches auf der anderen Seite der Straße liegt, eine Wertmarke holen. Gleiches gilt für eine kostenlose Müllentsorgung. Das Parkticket gilt für 24 Stunden und kostet 12,00 Euro. Hat man am
Automaten, der sich ebenfalls am Tourismusbüro befindet gezahlt, sollte man innerhalb von 20 Minuten vom Platz fahren, da ansonsten weitere Parkgebühren erhoben werden. Der Platz ist durch die
direkt daran vorbeiführende Straße recht laut. Außerdem hatten wir das Pech, das um 2:00 Uhr in der Nacht laute Musik ertönte, voraussichtlich von dem anderen PKW-Parkplatz in der Nähe. An
Nachtruhe war da nicht mehr zu denken. Trotz allem ist der Ort auf jeden Fall ein Besuch wert. Nur zum Übernachten sollte man vielleicht besser weiterfahren.
Samstag, 01.03.2025 – Sonntag, 02.03.2025 - Codolet
Wir sind wieder in Frankreich und bleiben für eine Nacht auf einem Stellplatz in Codolet. Der Stellplatz ist sehr schön und in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem
kleinen See. Wir gehen ein wenig an diesem spazieren. Jedoch ist es hier in Frankreich wieder empfindlich kalt geworden, so dass wir uns sehr zeitig ins Wohnmobil zurückziehen und ich selbst den
Kochlöffel schwinge.
Fazit zum Stellplatz Codolet:
Ein Stellplatz von Camping-Car-Park für 24 Wohnmobile auf geschotterem Untergrund. Die Parzellen sind unterschiedlich groß und teilweise durch Büsche optisch
getrennt. Stromsäulen gibt es am Platz, Ver- und Entsorgung sind vorhanden. Der kleine See lädt ein, sich ein wenig die Füße zu vertreten und der Ort ist über eine kleine Brücke direkt zu
erreichen. Dort gibt es wohl auch zwei Restaurants. Wir haben uns den Ort aber nicht angesehen. Nachts war es sehr ruhig.
Sonntag, 01.03.2025 – Montag, 02.03.2025 – Chalon sur Saône
Wir kommen gegen Mittag am Stellplatz an, stellen schnell unser Gefährt ab, laufen am Fluss entlang und über eine Brücke erreichen wir dann die kleine Insel, welche mitten im Fluss liegt. Hierbei sehen wir in der Ferne auf der anderen Seite der Saône die Motivwagen vom Karnevalsumzug fahren. Wie wir später erfahren, ist Chalon sur Saône eine der wenigen Orte in Frankreich, wo Karneval gefeiert wird. Das müssen wir nicht haben und kehren stattdessen bei einem Italiener ein, um zu Mittag zu essen. Obwohl die Sonne scheint, ist es nicht sehr warm, so dass wir auf eine weitere Ortsbesichtigung – auch wegen dem Karnevalsumzug - verzichten und zurück zum Wohnmobil gehen. Vielleicht beim nächsten Mal.
Fazit zum Stellplatz in Chalon sur Saône
Es handelt sich um einen eingezäunten Platz von Camper Car-Park, der über eine Schranke befahrbar ist. Die Stellplätze sind ziemlich eng und es gibt Platz für 24
Fahrzeuge auf geschottertem Untergrund. Es ist nicht gerade der beste Stellplatz und durch die viel befahrene Brücke, die direkt am Stellplatz über den Fluss führt, auch recht laut. Strom gibt es
wie immer direkt am Platz, Ver- und Entsorgung ist vorhanden aber ziemlich schlecht anfahrbar. Für eine Besichtigung der Stadt und für eine Nacht aber völlig ausreichend.
Montag, 02.03.2025 – Dienstag, 03.03.2025 – Andlau
Da wir erst am Dienstag zu Hause sein möchten, machen wir noch einen kurzen Abstecher nach Andlau im Elsass. Der Ort ist ganz nett aber nichts Besonderes und leider haben auch alle Gaststätten im Ort geschlossen, es ist Montag. Wir entdecken einen Winzer der geöffnet hat um seine Weine zu verkaufen, erstehen ein paar Flaschen und ziehen uns ins Wohnmobil zurück. Ich muss mal wieder ran (was mir aber gar nichts ausmacht) und koche uns was Leckeres. Dazu gibt es mal gleich eine Flasche von dem guten französischen Wein. Somit haben wir doch noch einen schönen Abschluss unserer Spanien-Fahrt.
Fazit zum Stellplatz in Andlau:
Ebenfalls ein Stellplatz von Camping Car-Park mit 13 Parzellen. Dieser liegt im hinteren Bereich eines Parkplatzes, auf dem während unseres Aufenthaltes auch
Wohnmobile über Nacht kostenfrei geparkt hatten. (Wer es nötig hat so Geld zu sparen!) Der Zugang zum offiziellen Stellplatz erfolgt über eine Schranke. Strom ist am Platz, Ver- und Entsorgung
ist natürlich vorhanden. Die Plätze sind mit Rasengittersteinen ausgestattet. Der Stellplatz liegt direkt an einer Anlage mit Spiele für Kinder. Nachts sehr ruhig. Der Ort ist fußläufig gut zu
erreichen.
Dienstag, 03.03.2025 – Wieder Daheim
Wir fahren nun auf dem schnellsten Weg nach Hause, stellen unser Wohnmobil in der Garage ab, packen das Wichtigste aus und dann sind wir wieder Daheim und können direkt unsere nächste Tour planen, denn Vorfreude ist die schönste Freude.
Unsere Reiseroute: